Du liebst Laugengebäck, ernährst dich weizenfrei und suchst ein einfaches und gelingsicheres Rezept mit Dinkelmehl und langer, kalter Gare um dein Dinkel-Laugengebäck selbst zu backen? Dann bist du hier genau richtig, denn dies ist das beste Rezept für Dinkel-Laugenbaguettes und ganz nebenbei ist es es sogar vegan. Die perfekte Beilage zum Grillen, zu Salat, Bowls, Suppe, Dips und vielem mehr!
Wir lieben Laugengebäck! Dinkel-Laugenbrötchen und Dinkel-Laugenstangen sind immer wieder gern gesehen auf unserem Tisch. Mein Rezept für Dinkel-Laugenbrötchen kennst du sicher schon, falls nicht probier es auch unbedingt mal aus.
Leider ist Laugengebäck, insbesondere Dinkel-Laugengebäck, vom Bäcker oft trocken, so wie viele andere Dinkelbackwaren leider auch. Diese Erfahrung musste ich unterwegs, wenn ich mal schnell etwas auf die Hand brauchte, leider schon oft machen.
Doch diese veganen Dinkel-Laugenbaguettes, die du dir ganz einfach zuhause selbst backen kannst, sind nicht trocken. Denn ich habe hier, wie bei den meisten meiner Rezepte für Dinkelbrot und Dinkelbrötchen, mit Flohsamenschalen zusätzliches Wasser im Teig gebunden damit die Krume der Baguettes aus Dinkelmehl saftiger wird.
Die Idee zu diesen veganen Dinkel-Laugenbaguettes kam mir bei einem Ausflug
Auf die Idee zu diesen veganen Dinkel-Laugenbaguettes kam ich als wir vor vier Wochen einen Tagesausflug nach Speyer machten. Die Laugenbrezel wird gerne als das Speyerer "Nationalgebäck" bezeichnet und in der Fussgängerzone findet sich alle paar Meter ein Brezelverkaufsstand. So kam es natürlich, dass ich nicht umhin konnte mir für den kleinen Hunger eine Brezel auf die Hand mitzunehmen.
In der Auslage lachten mich aber auch die Laugenbaguettes wahnsinnig an. Sie sahen so herrlich lecker und rustikal aus. Also kam eins mit nachhause und wir freuten uns aufs Abendbrot. Wir haben es natürlich nicht bis zum Abendbrot ausgehalten und mussten das Baguette bereits unterwegs probieren. Leider wurden wir sehr enttäuscht, denn im Gegensatz zur Laugenbrezel, die uns gut schmeckte, war das Laugenbaguette ziemlich trocken.
Sofort kam mir in den Sinn "Das kann ich aber deutlich besser!" und die Idee zu diesem Rezept war geboren. Da die nächste Runde "Leckeres für jeden Tag" als Thema "Brot und Brötchen" hat, war klar das wird mein Beitrag zu diesem Event.
Mit diesem Rezept kannst du trockenes Laugengebäck, Laugenbrötchen, Laugenstangen und Laugenbaguettes vom Bäcker vergessen. Mit meinem Rezept wirst du ab sofort saftiges Laugengebäck essen, versprochen!
Einfaches Laugengebäck mit ungefährlicher, selbstgemachter "Hausfrauenlauge"
Bäckerlauge, auch Brezellauge oder Ätznatron genannt, ist in Wasser gelöstes Natriumhydroxid und eine stark ätzende Chemikalie, die auch verdünnt Augen und Haut nachhaltig schadet. Bei der Verwendung ist auf chemieresistente Handschuhe und einen Augenschutz zu achten. Kein Wunder also, dass die wenigsten zuhause damit hantieren wollen, es ist einfach zu gefährlich!
Da ich ein großer Schussel bin ist auch mir ist das Risiko zu groß, dass ich bei der Verwendung mich, Sascha oder die Katzen verletzen könnte. Ein unbedachter Moment und zack ist die Lauge verschüttet oder spritzt umher, nein danke.
Hier kommt die sogenannte "Hausfrauenlauge" ins Spiel. Hierbei wird einem Liter Wasser ungefährliches Haushaltsnatron, auch Kaiser-Natron, Natron, Speisenatron, Backsoda oder Natriumhydrogencarbonat genannt, und Salz zugegeben und aufgekocht. Die Teiglinge werden kurz in die kochende Lauge gegeben oder damit eingepinselt. Die Hausfrauenlauge ist absolut ungefährlich und kann bedenkenlos verwendet werden, dabei brauchst du auch keine Handschuhe tragen.
Falls du jedoch keine Bedenken hast echte Bäckerlauge zu verwenden und vielleicht schon im Umgang damit geübt bist, kannst du bei meinem Rezept natürlich auch diese statt der Hausfrauenlauge verwenden.
Hausfrauenlauge aufbewahren
Nach der Verwendung kann die Hausfrauenlauge einfach über den Abfluss entsorgt werden. Wenn du jedoch schon weißt, dass du in nächster Zeit noch mehr Laugengebäck backen wirst, kannst du die Hausfrauenlauge auch in einen Behälter mit dichtem Deckel geben und für ein paar Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Meine steht da nun seit drei Wochen, da ich dieses Rezept mehrfach ausprobiert habe, und ist immernoch gut.
Wundere dich aber bitte nicht, denn das Natron setzt sich im Behälter fest ab. Um es zu lösen kannst du den Behälter samt Inhalt und ohne Deckel kurz in die Mikrowelle stellen um die Flüssigkeit etwas zu erwärmen. Nun lässt sich alles ganz leicht lösen und zum Erhitzen in einen Topf geben. Wenn du das Ganze nun wieder aufkochst löst sich das Natron wieder vollständig auf und du kannst die Hausfrauenlauge wieder verwenden.
Das habe ich in den vergangen drei Wochen mit der Lauge im Kühlschrank nun schon mehrfach gemacht und es klappt wunderbar. Allerdings habe ich meine veganen Dinkel-Laugenbaguettes auch nur bestrichen und nicht getaucht. Es kann durchaus sein, dass die Hausfrauenlauge nicht so lange hält und schneller schlecht wird wenn die Teiglinge darin getaucht werden.
Zum Abschluss habe ich hier noch einmal alle Infos für dich im Überblick.
Diese veganen Dinkel-Laugenbaguettes sind:
- Ohne Weizen
- Ohne Butter
- Vegan
- Einfach zu machen
- Schmecken so lecker wie Laugengebäck mit echter Bäckerlauge
- Innen saftig und nicht trocken
- Außen schön knusprig
- Viel besser als gekauftes Dinkel-Laugengebäck!
Perfekt als Beilage zum Grillen, zu Salat, Bowls, Suppe, Dips und vielem mehr
Bloggerrunde Leckeres für jeden Tag - Thema im Oktober "Brot & Brötchen"
Der erste Sonntag im Monat und somit Zeit für die Bloggerrunde "Leckeres für jeden Tag". Diesen Monat ist das Thema "Brot & Brötchen" und ich bin auch mal wieder dabei. Das ist die Gelegenheit um endlich mal wieder etwas brotiges zu verbloggen. Es wird Zeit, denn ist schon wieder viel zu lange her.
Schau dir auch unbedingt an, was die anderen Teilnehmer für leckere Rezepte mitgebracht haben. ich mache das jetzt auch. Die Beiträge habe ich dir alle unter meinem Rezept verlinkt.
Und nun wünsche dir ganz viel Freude mit meinem Rezept für vegane Dinkel-Laugenbaguettes und hoffe du bist genauso begeistert von meinem einfachen Rezept wie Sascha und ich. Deine

Hast du mein Rezept ausprobiert?
Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.
Auf Instagram kannst du deine Bilder mit @dinkelliebe markieren, wenn du sie mir zeigen möchtest.
Zutaten für ein Teiggewicht von etwa 916 g / 3 Laugenbaguettes
Hauptteig
500 g Dinkelmehl 630
4,5 g Flohsamenschalen*
330 g kaltes Wasser
20 g Orangensaft, kühlschrankkalt alternativ Zitronen- oder Limettensaft
10 g inaktives Flüssigmalz oder Ahornsirup
4 g Frischhefe
35 g pflanzliche Butter, kühlschrankkalt
12,5 g Salz
Hausfrauenlauge
0,5 L Wasser
7 g Salz
50 g Natron* (Natriumhydrogencarbonat)
Die kalten Zutaten für den Teig sind nötig, da sich der TM beim Kneten stark erhitzt und dadurch die Teigtemperatur zu hoch wird. Du kannst auch einen kleinen Teil der Flüssigkeit durch 1-2 Eiswürfel ersetzen. Knetest du per Hand oder mit einer anderen Maschine ist das nicht nötig.
Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf Butter und Salz, in der Küchenmaschine verkneten. Gegen Ende, wenn das Gluten bereits gut ausgebildet ist, die Butter in Stücken und das Salz zugeben und einarbeiten lassen. Der gesamte Knetvorgang dauert je nach Maschine und Geschwindigkeit etwa 8 min. Der Teig ist fertig wenn er gut fenstert.
Den Teig in eine geölte Teigwanne* oder Schüssel mit Deckel geben und etwa 60 min bei 23 Grad anspringen lassen. Danach dehnen und falten und für 10-12 Std bei 10 Grad in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen.

Den Teig nach der kalten Gare direkt aus dem Kühlschrank auf die bemehlte Arbeitsplatte geben, mit einem Teigabstecher* 3 Teiglinge abstechen und diese zu lockeren Zylindern aufrollen.

Die Teiglinge nacheinander etwa 25 bis 30 cm lang und 20 cm breit ausrollen und dann von der langen Seite her straff aufrollen. Den Schluss mit den Fingern zusammenknipsen.
Die aufgerollten Teiglinge müssen nicht unbedingt hübsch sein, die Baguettes dürfen nachher ruhig rustikal aussehen. Wichtig ist, dass du straff aufrollst, damit die Teiglinge nachher Spannung auf der Oberfläche haben.

Nebeneinander auf eine Backfolie legen und mit einem Bäckerleinen* abgedeckt 30 Minuten bei 23 Grad zur Stückgare stellen.
Ein Baguetteblech ist bei diesem Rezept nicht nötig, die Laugenbaguettes kommen von ganz alleine schön hoch.
Währenddessen den Ofen 30 Minuten mit Backstahl*, Backstein oder Backblech auf 250 Grad Heißluft vorheizen.
Für die Hausfrauenlauge alles in einen Topf geben und aufkochen lassen. Nun die Temperatur runterschalten, sodass es nur noch leicht köchelt.

Die Teiglinge mit einem Pinsel mit der Lauge bestreichen. Nach dem Laugen einschneiden und mit Hagelsalz oder Saaten bestreuen. Du kannst sie aber auch blank lassen, wenn du das lieber magst.
Setze die Schnitte nur leicht diagonal, sie sollten fast gerade sein. Wenn du die Baguettes im Kopf der Länge nach in Drittel teilst, dann sollten die Schnitte nur im mittleren Drittel verlaufen und nicht links oder rechts in das jeweilige Drittel hineingehen. Die Einschnitte sollten sich um maximal ein Drittel ihrer Länge überlappen. Führe die Klinge mit einem einzigen Ruck über die Teigoberfläche und säge nicht. Führe die Klinge dabei im 45 Grad Winkel. Je mehr du diese Tipps beherzigst umso schöner werden deine Baguettes aus Dinkelmehl nachher aussehen. Übung macht hier den Meister, ich selbst bin auch noch am üben der perfekten Schnitttechnik.
Nun den Ofen von Heißluft auf Ober-/Unterhitze stellen, die Teiglinge kräftig mit Wasser besprühen und mit Schwaden bei 250 Grad einschießen (ich schieße hiermit* ein). Für insgesamt 20 Minuten backen.
Den Schwaden nach den ersten 8 Minuten ablassen, nun die Temperatur auf 230 Grad senken, und die veganen Dinkel-Laugenbaguettes wieder mit Wasser besprühen. Weitere 12 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und sofort wieder mit Wasser besprühen.
Das Schwaden und das Besprühen sorgen für einen leichten Glanz auf der Kruste. Beim letzten Besprühen nach dem Backen sei bitte nicht zu großzügig, sonst wird die Kruste weich und deine Laugenbaguettes sind nachher nicht knusprig.
Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf Butter und Salz, im Thermomix 1 Min / Stufe 1 mischen und danach 4 Min / Knetstufe kneten. Nun Butter und Salz zugeben und 2 Min / Knetstufe unterkneten.
Den Teig in eine geölte Teigwanne* oder Schüssel mit Deckel geben und etwa 60 min bei 23 Grad anspringen lassen. Danach dehnen und falten und für 10-12 Std bei 10 Grad in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen.

Den Teig nach der kalten Gare direkt aus dem Kühlschrank auf die bemehlte Arbeitsplatte geben, mit einem Teigabstecher* 3 Teiglinge abstechen und diese zu lockeren Zylindern aufrollen.

Die Teiglinge nacheinander etwa 25 bis 30 cm lang und 20 cm breit ausrollen und dann von der langen Seite her straff aufrollen. Den Schluss mit den Fingern zusammenknipsen.
Die aufgerollten Teiglinge müssen nicht unbedingt hübsch sein, die Baguettes dürfen nachher ruhig rustikal aussehen. Wichtig ist, dass du straff aufrollst, damit die Teiglinge nachher Spannung auf der Oberfläche haben.

Nebeneinander auf eine Backfolie legen und mit einem Bäckerleinen* abgedeckt 30 Minuten bei 23 Grad zur Stückgare stellen.
Ein Baguetteblech ist bei diesem Rezept nicht nötig, die Laugenbaguettes kommen von ganz alleine schön hoch.
Währenddessen den Ofen 30 Minuten mit Backstahl*, Backstein oder Backblech auf 250 Grad Heißluft vorheizen.
Für die Hausfrauenlauge alles in einen Topf geben und aufkochen lassen. Nun die Temperatur runterschalten, sodass es nur noch leicht köchelt.

Die Teiglinge mit einem Pinsel mit der Lauge bestreichen. Nach dem Laugen einschneiden und mit Hagelsalz oder Saaten bestreuen. Du kannst sie aber auch blank lassen, wenn du das lieber magst.
Setze die Schnitte nur leicht diagonal, sie sollten fast gerade sein. Wenn du die Baguettes im Kopf der Länge nach in Drittel teilst, dann sollten die Schnitte nur im mittleren Drittel verlaufen und nicht links oder rechts in das jeweilige Drittel hineingehen. Die Einschnitte sollten sich um maximal ein Drittel ihrer Länge überlappen. Führe die Klinge mit einem einzigen Ruck über die Teigoberfläche und säge nicht. Führe die Klinge dabei im 45 Grad Winkel. Je mehr du diese Tipps beherzigst umso schöner werden deine Baguettes aus Dinkelmehl nachher aussehen. Übung macht hier den Meister, ich selbst bin auch noch am üben der perfekten Schnitttechnik.
Nun den Ofen von Heißluft auf Ober-/Unterhitze stellen, die Teiglinge kräftig mit Wasser besprühen und mit Schwaden bei 250 Grad einschießen (ich schieße hiermit* ein). Für insgesamt 20 Minuten backen.
Den Schwaden nach den ersten 8 Minuten ablassen, nun die Temperatur auf 230 Grad senken, und die veganen Dinkel-Laugenbaguettes wieder mit Wasser besprühen. Weitere 12 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und sofort wieder mit Wasser besprühen.
Das Schwaden und das Besprühen sorgen für einen leichten Glanz auf der Kruste. Beim letzten Besprühen nach dem Backen sei bitte nicht zu großzügig, sonst wird die Kruste weich und deine Laugenbaguettes sind nachher nicht knusprig.
Tipp
Mein Rezept für diese veganen Dinkel-Laugenbaguettes hat eine 70 prozentige Hydration und ist damit für den zeitnahen Verzehr innerhalb der nächsten Stunden ausgelegt. Möchtest du die Baguettes allerdings bereits einige Stunden mehr vor dem Verzehr backen, solltest du die Hydration lieber auf 80% erhöhen.
Das heißt im Klartext du gibst 50 g mehr Wasser und 2,5 g mehr Flohsamenschalen zum Teig.
Weitere köstliche Rezepte für Dinkel-Baguettes:
Bei diesen Bloggern findest du weitere köstliche Rezepte für Brot & Brötchen:
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Bloggerrunde Leckeres für jeden Tag - Thema im Oktober "Brot & Brötchen"
