Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten

Letztes Wochenende war es wieder soweit und es gab wieder ein Synchronbacken von und mit Zorra vom Kochtopf Blog und Sandra von From-Snuggs-Kitchen. Ausgesucht haben sie das Rezept für Langschläfer von Dietmar Kappl.

Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten

Dietmar hat seine Langschläfer mit Weizenmehl 700 gebacken, da ich kein Dinkelmehl 700 habe (Gibt es Dinkel 700 überhaupt? 🤔) habe ich mit diesem Mehltypen Rechner von Lutz Geißler das 700er Mehl simuliert. Ausgerechnet habe ich es anhand Dinkel 630 und Dinkel 1050, genommen habe ich dann aber Dinkelruchmehl statt des 1050er. Ihr könnt aber auch das 1050er nehmen.

Was ich so mitbekommen habe hatten einige der Synchronbäcker, so auch ich beim ersten Versuch, Probleme mit dem Rezept. Die Hefemenge und Zeit zum Anspringen des Teiges reichten nicht aus um beim Langschläfer Brot eine schöne lockere Porung hinzubekommen wie auf Dietmars Fotos. Deshalb habe ich beschlossen, das Rezept noch einmal zu backen, die Hefemenge etwas zu erhöhen, den Vorteig viel kürzer zu führen (um den instabilen Kleber vom Dinkel nicht zu sehr zu strapazieren) und den Teig dann wärmer anspringen zu lassen.

Des Weiteren habe ich bei meiner Variante die Wassermenge erhöht, denn Dinkelbrot mit einer TA unter 180 geht für mich gar nicht. Und natürlich habe ich, wie bei mir üblich, Flohsamenschalen zugefügt um das Wasser zu binden. Außerdem kommt bei mir immer etwas Vitamin C und Fett in den Teig um das Teiggerüst des Dinkels zu stärken.

Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten

Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 VariantenDie Krume der Variante ohne Vorteig, meiner Meinung nach minimal besser als mit Vorteig.

Mein zweiten Versuche habe ich dann auch in beiden Varianten, nämlich mit und ohne Vorteig, umgesetzt. Diesmal war ich dann auch überglücklich mit dem Ergebnis. Beide Teige sind toll aufgegangen, die Teiglinge haben sich über Nacht im Kühlschrank prächtig entwickelt und waren vorm Backen bereits fast größer als die Brote beim ersten Versuch nach dem Backen. Was ich dann aus dem Ofen geholt habe waren schön große, luftige Brote, die sogar ein herrliches Knisterkonzert für mich veranstaltet haben. Hach ja Glück pur wenn man so etwas aus dem Ofen zieht. ❤️

Hier sind nun meine beiden Varianten für Langschläfer Brot für euch. Meiner Meinung nach ist die Krume bei der Variante ohne Vorteig minimal besser, aber beide Brote waren traumhaft luftig. Ich habe mich dazu entschieden jeweils nur das halbe Rezept umzusetzen, da Dietmars Rezept jeweils mit 1 kg Mehl ist und das für uns sonst zu viel Brot ist. Außerdem habe ich 1 Brot geformt, statt 2 kleine, einfach aus Mangel an kleinen Formen.

Das Brot ist absolut anfängertauglich und genau das Richtige wenn es schnell und einfach gehen muss und man am nächsten Tag keine Arbeit mehr damit haben will. Bei uns wird es diese Brote definitiv wieder geben und vielleicht entwickle ich auch dunklere Varianten dazu. Lasst mich doch gerne wissen ob ihr darauf Lust habt.

Die Brote sind richtige Luftwölkchen. Die Kruste ist zartsplittrig, die Krume locker, richtig fluffig und weich und es schmeckt traumhaft zu jedem Belag.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Rezept und freue mich wenn ihr mich in den Kommentaren wissen lasst wie es euch gelungen ist und geschmeckt hat. 🙂

Schaut auf jeden Fall auch bei den anderen Mitbäckern vorbei was sie mit dem Rezept gebacken haben. Es sind wirklich tolle Varianten zusammengekommen.
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Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten

Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 VariantenDie Krume der Variante mit Vorteig.

Zutaten für ein Teiggewicht von 936 bzw. 933 g / 1 Brot

Vorteig
75 g Wasser
60 g Dinkelmehl 630
15 g Dinkelruchmehl (alternativ Dinkelmehl 1050)
0,64 g Bio Trockenhefe (alternativ 1,5 g Frischhefe)

Die Zutaten für den Vorteig miteinander verrühren und etwa 1,5 Std bei 27/28 Grad gehen lassen, der Vorteig sollte sich etwa verdoppelt haben. Danach bis zur Verwendung, maximal 24 Std, in den Kühlschrank stellen.

Hauptteig
150 g reifer Vorteig, kühlschrankkalt
355 g Dinkelmehl 630
70 g Dinkelruchmehl (alternativ Dinkelmehl 1050)
7,5 g Flohsamenschalen
2,14 g Bio Trockenhefe (alternativ 5 g Frischhefe)
0,5 g Acerolapulver (alternativ 20 g Orangensaft und das Schüttwasser um dieselbe Menge reduzieren)
325 g kaltes Wasser

10 g Butter, kühlschrankkalt
11 g Salz

Hauptteig
415 g Dinkelmehl 630
85 g Dinkelruchmehl (alternativ Dinkelmehl 1050)
7,5 g Flohsamenschalen
4,29 g Bio Trockenhefe (alternativ 10 g Frischhefe)
0,5 g Acerolapulver (alternativ 20 g Orangensaft und das Schüttwasser um dieselbe Menge reduzieren)
400 g kaltes Wasser

10 g Butter, kühlschrankkalt
11 g Salz

Die kalten Zutaten sind nötig, da sich der TM beim Kneten stark erhitzt und dadurch die Teigtemperatur zu hoch würde. Knetet ihr per Hand oder mit einer anderen Maschine ist das nicht nötig.

Zubereitung

Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf Butter und Salz, im Thermomix 1 min / Stufe 1 mischen, dann 4 min / Knetstufe kneten. Nun die Butter und das Salz dazu und weitere 2 min / Knetstufe einarbeiten.

Den Teig in eine mit Haselnussöl geölte Teigwanne oder Schüssel mit Deckel geben und 90 min bei 27/28 Grad anspringen lassen. Nach den ersten 30 min dehnen und falten.

Den Teig nach den 90 min vorsichtig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben, locker zum Zylinder aufrollen und schonend zu einer Wurzel drehen. Die Wurzel etwas zusammenschieben und in die Backform legen.

Nun für etwa 8-12 Std in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen. Nach den ersten 30 min abdecken, damit die Teiglinge nicht austrocknen/verhauten. Bitte nicht sofort abdecken, der Teig ist so warm, dass die Teiglinge in der Form schwitzen würden.

Den Ofen mit Backblech, Backstein oder Backstahl auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teigling wird vor dem Backen nicht akklimatisiert, sondern direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen eingeschossen. Vor dem Einschießen bemehlen und mit Schwaden einschießen. Für 35 min backen, den Schwaden nach 15 min ablassen. Die letzten 10 min das Brot aus der Form nehmen und ohne Form weiter backen. Für eine rösche Kruste die letzten 5 min auf Heißluft stellen.

Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten

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34 Kommentare zu „Luftig weiches Langschläfer Brot in 2 Varianten“

    1. Danke dir liebe Zorra, das freut mich sehr.
      Dankeschön auch für diese tolle Aktion, es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. 👏🏻😍
      Ja versuch es doch nochmal, beim nächsten Mal klappts besser. 🙂👍🏻

  1. Wow Johanna, die sehen richtig toll aus. Der zweite Versuch hat sich mehr als gelohnt. Ich werde beim nächsten Mal die Hefemenge vermutlich auch minimal erhöhen. Mal sehen, was dann passiert…
    Liebe Grüße

    1. Dankeschön liebe Britta, deine sind aber auch sehr schön geworden. 🙂👍🏻
      Ich fand bei mir hat sich die Wurzel auch ganz schön verwachsen.
      Liebe Grüße
      Johanna

  2. Liebe Johanna,
    da hat sich dein zweiter Versuch definitiv gelohnt die Krume sieht ja traumhaft aus, das hätte ich mir bei meiner auch so gewünscht. Wir fanden die Langschläfer auch sehr lecker und ich werde sie auf jeden Fall wieder backen.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta 🙂
      Ich danke dir vielmals 😍💕 deine sind doch auch ganz toll geworden.
      Hier gibt es die sicher auch wieder.
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Conny 🙂
      Danke dir, das ist ja lieb. 😘
      Ich habe mich auch sehr gefreut, dass es beim zweiten Anlauf dann so schön geklappt hat.
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Hallo liebe Dagmar,
      ich danke dir. Habe mich auch sehr gefreut, dass mein zweiter Anlauf nach den Anpassungen dann so zufriedenstellend geworden ist. 😊
      Liebe Grüße
      Johanna

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