Letztes Wochenende war es wieder soweit und es gab wieder ein Synchronbacken von und mit Zorra vom Kochtopf Blog und Sandra von From-Snuggs-Kitchen. Ausgesucht haben sie das Rezept für das Langschläfer-Brot von Dietmar Kappl. Ich habe daraus vegane Dinkel-Langschläfer-Brote gemacht und das Rezept heute für euch im Gepäck.


Die Krume der Variante ohne Vorteig, meiner Meinung nach minimal besser als mit Vorteig.
Dietmar hat seine Langschläfer-Brote mit Weizenmehl 700 gebacken, da ich mit Dinkelmehl backe und es kein Dinkelmehl 700 gibt, habe ich mit dem Mehltypen-Rechner von Lutz Geißler (leider ist er nicht mehr online) das 700er Mehl simuliert. Den Vorteig habe ich fester geführt, um den weichen Kleber vom Dinkel nicht zu sehr zu strapazieren. Des Weiteren habe ich bei meiner Variante die Wassermenge erhöht, denn Dinkelbrot mit einer TA unter 180, wird viel zu schnell trocken. Und natürlich habe ich, wie bei mir üblich, Flohsamenschalen zugefügt, um Wasser zu binden und einer trockenen Krume entgegenzuwirken. Außerdem kam bei mir etwas Vitamin C und Fett mit in den Teig, um das Glutengerüst des Dinkels zu stärken.
Ich habe mich dazu entschieden, jeweils nur das halbe Rezept umzusetzen, da Dietmars Rezept je für 1 kg Mehl ist, was für uns zu viel ist. Außerdem habe ich 1 Brot geformt, statt 2 kleine, einfach aus Mangel an kleinen Formen.
Dietmars Rezept, in meiner Variante als vegane Dinkel-Langschläfer-Brote, habe ich so wie er auch, sowohl mit als auch ohne Vorteig, umgesetzt und aufgeschrieben. Beide Teige sind toll aufgegangen, die Teiglinge haben sich über Nacht im Kühlschrank prächtig entwickelt. Was ich dann aus dem Ofen geholt habe, waren schön große, luftige Brote, die sogar ein herrliches Knisterkonzert für mich veranstaltet haben. Hach ja, Glück pur, wenn man so etwas aus dem Ofen zieht.
Hier sind nun meine beiden Varianten für veganes Dinkel-Langschläfer-Brot für euch. Meiner Meinung nach ist die Krume bei der Variante ohne Vorteig minimal besser, aber beide Brote waren traumhaft luftig.
Das vegane Dinkel-Langschläfer-Brot ist absolut anfängertauglich und genau das Richtige, wenn es schnell und einfach gehen muss und man am nächsten Tag keine Arbeit mehr damit haben will. Bei uns wird es diese Brote definitiv wieder geben und vielleicht entwickle ich auch dunklere Varianten dazu. Lasst mich doch gerne wissen, ob ihr darauf Lust habt.
Diese veganen Langschläfer-Brote aus Dinkelmehl sind richtige Luftwölkchen. Die Kruste ist zartsplittrig, die Krume locker, richtig fluffig und weich und es schmeckt traumhaft zu jedem Belag.
Ich wünsche euch viel Spaß mit meinem Rezept für veganes Dinkel-Langschläfer-Brot und freue mich, wenn ihr mich in den Kommentaren wissen lasst, wie es euch gelungen ist und geschmeckt hat.
Schaut auf jeden Fall auch bei den anderen Mitbäckern vorbei, was sie mit dem Rezept gebacken haben. Es sind wirklich tolle Varianten zusammengekommen:
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf | Birgit von Birgit D - Kreativität in Küche, Haus & Garten | Silvia von Kulturgut | Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum | Caroline von Linal's Backhimmel | Britta von Backmaedchen 1967 | Carla von Herbs & Chocolate | Simone von zimtkringel | Manuela von Vive la réduction! | Conny von Mein wunderbares Chaos | Britta von Brittas Kochbuch | Sandra von From-Snuggs-Kitchen | Dagmar von Dagmars Brotecke | Carmen von Carmecitas_baking_and_more | Dominik von Salamico | Volker von volkermampft

Die Krume der Variante mit Vorteig.
Zutaten für ein Teiggewicht von ca. 940 g / 1 Langschläfer-Brot
Vorteig
35 g Wasser
60 g Dinkelmehl 630
15 g Dinkelruchmehl alternativ Dinkelmehl 1050
0,2 g Frischhefe
Die Zutaten für den Vorteig miteinander verrühren und etwa 12 - 15 Stunden bei 22/23 Grad gehen lassen, der Vorteig sollte sich danach etwa verdoppelt haben. Danach bis zur Verwendung, maximal 24 Stunden, in den Kühlschrank stellen.
Hauptteig
110 g reifer Vorteig, kühlschrankkalt
355 g Dinkelmehl 630
70 g Dinkelruchmehl alternativ Dinkelmehl 1050
7,5 g Flohsamenschalen*
2 g Frischhefe
345 g kaltes Wasser
20 g Orangensaft
10 g inaktives Flüssigmalz oder Ahornsirup
10 g vegane Butter, kühlschrankkalt
11 g Salz
Hauptteig
415 g Dinkelmehl 630
85 g Dinkelruchmehl alternativ Dinkelmehl 1050
7,5 g Flohsamenschalen*
4 g Frischhefe
380 g kaltes Wasser
20 g Orangensaft
10 g inaktives Flüssigmalz oder Ahornsirup
10 g vegane Butter, kühlschrankkalt
11 g Salz
Die kalten Zutaten für den Teig sind nötig, da sich der TM beim Kneten stark erhitzt und dadurch die Teigtemperatur zu hoch wird. Du kannst auch einen kleinen Teil der Flüssigkeit durch 1-2 Eiswürfel ersetzen. Knetest du per Hand oder mit einer anderen Maschine ist das nicht nötig.
Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf Butter und Salz, in der Küchenmaschine verkneten. Gegen Ende, wenn das Gluten bereits gut ausgebildet ist, die Butter in Stücken und das Salz zugeben und einarbeiten lassen. Der gesamte Knetvorgang dauert je nach Maschine und Geschwindigkeit etwa 8 min. Der Teig ist fertig wenn er gut fenstert.
Den Teig in eine mit Haselnussöl geölte Teigwanne* oder Schüssel mit Deckel geben und 120 min bei 22/23 Grad anspringen lassen. Nach den ersten 30 Minuten dehnen und falten.
Den Teig nach den 120 Minuten vorsichtig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben, locker zum Zylinder aufrollen und schonend zu einer Wurzel drehen. Die Wurzel etwas zusammenschieben und in die gefettete Kastenform* legen.
Nun für etwa 8-12 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen.
Den Ofen mit Backblech, Backstein oder Backstahl* in der untersten Schiene auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Teigling wird vor dem Backen nicht akklimatisiert, sondern direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen eingeschossen. Vor dem Einschießen bemehlen und mit Schwaden einschießen. Für 35 Minuten backen, den Schwaden nach 15 Minuten ablassen. Für eine rösche Kruste die letzten 5 Minuten auf Heißluft stellen.
Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf Butter und Salz, im Thermomix 1 Min / Stufe 1 mischen, dann 4 Min / Knetstufe kneten. Nun die Butter und das Salz dazu und weitere 2 Min / Knetstufe einarbeiten.
Den Teig in eine mit Haselnussöl geölte Teigwanne* oder Schüssel mit Deckel geben und 120 min bei 22/23 Grad anspringen lassen. Nach den ersten 30 Minuten dehnen und falten.
Den Teig nach den 120 Minuten vorsichtig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben, locker zum Zylinder aufrollen und schonend zu einer Wurzel drehen. Die Wurzel etwas zusammenschieben und in die gefettete Kastenform* legen.
Nun für etwa 8-12 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen.
Den Ofen mit Backblech, Backstein oder Backstahl* in der untersten Schiene auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Teigling wird vor dem Backen nicht akklimatisiert, sondern direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen eingeschossen. Vor dem Einschießen bemehlen und mit Schwaden einschießen. Für 35 Minuten backen, den Schwaden nach 15 Minuten ablassen. Für eine rösche Kruste die letzten 5 Minuten auf Heißluft stellen.
Tipp
Das Langschläfer Brot kann auch nach dem Formen zur kalten Gare in ein Gärkörbchen gegeben und am nächsten Tag freigeschoben gebacken werden (bei freigeschobenem Brot schieße ich hiermit* ein).
Ihr liebt das Langschläfer Brot genauso sehr wie wir? Dann schaut euch auch unbedingt mal das Vollkorn-Langschläfer Brot an.
Hast du mein Rezept ausprobiert?
Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.
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