Leinsaat-Ecke

Am vergangenen Wochenende war wieder Synchronbacken angesagt. Zorra vom Kochtopf und Sandra von From-Snuggs-Kitchen haben für das erste gemeinsame Backen in diesem Jahr die Leinsaat-Ecke von Hefe und mehr ausgesucht. Ein schönes Rezept wie ich finde.

Leinsaat-Ecke

Leinsaat-Ecke

Leinsaat-Ecke

Da ich besondere Formen sehr mag, in das Rezept anteilig frisch gemahlenes Mehl hineinkommt und ich meine Mockmill 100** endlich testen wollte, stand gleich fest dass ich auf jeden Fall dabei bin. 🙂

Ich habe die Leinsaat-Ecke natürlich auf Dinkel umgebaut, außerdem das Rezept halbiert und nur ein Brot gebacken. Dazu habe ich noch ein paar Stellschrauben am Rezept verändert. Das Wasser im Vorteig habe ich etwas reduziert, sodass es ein Biga mit TA 150 ist. Ein Biga ist ein fester Vorteig. Im Hauptteig und im Brühstück habe ich dafür die Wassermenge erhöht, die Hefe im Hauptteig habe ich reduziert und eine kalte Gare eingebaut. Um das Glutengerüst zu stabilisieren habe ich Fett und Vitamin C in Form von Orangensaft eingebaut. Die Salzmenge habe ich etwas erhöht. Flohsamenschalen habe ich diesmal nicht eingebaut, sie sind bei diesem Rezept nicht nötig, da ein Teil des Wassers durch die Leinsamen gebunden wird.

Ich bin mit meinem Ergebnis durchaus zufrieden, es ist ein äußerst aromatisches Leinsamenbrot geworden und ansehnlich finde ich es auch. 🙂 Es hätte etwas fluffiger und luftiger sein können, aber ich vermute das lag an meiner Hefe.

Ich bedanke mich bei Zorra und Sandra für die Auswahl dieses schönen Rezepts und für die Organisation dieses Events. Es hat mir wieder einmal großen Spaß gemacht dabei zu sein.

Ich wünsche euch nun viel Spaß mit meinem Rezept für die Leinsaat-Ecke,
eure Johanna.

Schaut unbedingt auch bei den anderen Teilnehmern vorbei. Die Ergebnisse sind wirklich toll geworden:

Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf | Sandra von From-Snuggs-Kitchen | Birgit M. von Backen mit Leidenschaft | Britta von Backmaedchen 1967 | Désirée von Momentgenuss | Tina von Küchenmomente | Friederike von Fliederbaum | Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum | Tanja von Tanja’s „Süß & Herzhaft“ | Ingrid von auchwas | Petra von genusswerke | Simone von zimtkringel | Dagmar von Dagmar brotecke | Tamara von Cakes, Cookies and more | Ilka von Was machst du eigentlich so?! | Volker von Volkermampft | Nora von Haferflocke – Der Blog | Wilma von Pane-Bistecca | Bettina von homemade & baked | Anna von Frau M aus M | Manuela von Vive la rèduction! | Geri von Lecker mit Geri

Leinsaat-Ecke

Leinsaat-Ecke

Zutaten für ein Teiggewicht von 1.050 g / 1 Dreieckbrot

Biga
100 g Dinkelmehl 630
50 g Wasser
0,5 g Frischhefe

Brühstück
75 g Leinsamen, geschrotet
150 g kochendes Wasser

Hauptteig
reifer Biga
175 g Dinkelvollkornmehl (ich habe meins mit meiner Mockmill 100** aus dem ganzen Korn selbst fein gemahlen)
225 g Dinkelmehl 630
250 g kaltes Wasser
2,5 g Frischhefe

Brühstück, kühlschrankkalt
10 g Butter, kühlschrankkalt
12,5 g Salz

Die kalten Zutaten sind nötig, da sich der TM beim Kneten stark erhitzt und dadurch die Teigtemperatur zu hoch würde. Knetet ihr per Hand oder mit einer anderen Maschine ist das nicht nötig.

Getreidemühle Mockmill 100**


Startet noch heute und genießt den vollen Geschmack des frisch gemahlenen Getreides.
Empfehlung
Zubereitung

Die Zutaten für den Biga miteinander verkneten und etwa 8-9 Std bei 23 Grad gehen lassen, der Biga sollte sich mindestens verdoppelt haben.

Die Leinsamen für das Brühstück mit dem kochenden Wasser übergießen und nach dem Abkühlen für etwa 8 Std im Kühlschrank quellen lassen.

Alle Zutaten für den Hauptteig, bis auf das Brühstück, Butter und Salz, im Thermomix 5 min / Knetstufe kneten. Nun das Brühstück, Butter und Salz dazu geben und 1 min / Knetstufe einarbeiten.

Den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel mit Deckel geben und 60 min bei 23 Grad anspringen lassen. Danach dehnen und falten und für etwa 8-12 Std in den Kühlschrank zur kalten Gare stellen.

Leinsaat-Ecke Teigbearbeitung
Leinsaat-Ecke Teigbearbeitung

Den Teig nach der kalten Gare 60 min bei 23 Grad akklimatisieren lassen. Danach auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben und rund falten. Abgedeckt etwa 15 min entspannen lassen.

Nun an drei Seiten mit dem Nudelholz platt rollen.

Leinsaat-Ecke Teigbearbeitung
Leinsaat-Ecke Teigbearbeitung

Die entstandenen Flügel nacheinander auf das Brot klappen, sodass ein Dreieck entsteht.

Mit dem Schluss nach unten auf Backpapier oder Backfolie setzen und in Form schieben. Abgedeckt etwa 60 min Stückgare bei 23 Grad.

Währenddessen den Ofen mit Backblech, Backstein oder Backstahl auf 250 Grad vorheizen.

Leinsaat-Ecke Teigbearbeitung

Die Leinsaat-Ecke mit Mehl bestäuben und nach belieben einschneiden.

Mit Schwaden einschießen und für 40 min backen. Den Schwaden nach 15 min ablassen und auf 230 Grad runterschalten. Die restlichen 5 min auf Heißluft stellen, das sorgt für eine rösche Kruste.

Lust auf mehr Brot mit Saaten bekommen? Dann probiert doch mal mein No Knead Sesambrot. 🙂

Schreibt mir bitte einen Kommentar, wenn ihr eines meiner Rezepte ausprobiert habt. Über Feedback freue ich mich nämlich sehr und es hilft mir besser bei Google gefunden zu werden. Vielen lieben Dank dafür!

Leinsaat-Ecke

Leinsaat-Ecke

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38 Kommentare zu „Leinsaat-Ecke“

    1. Liebe Zorra,
      danke dir, das freut mich sehr.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass flüssige Sauer- oder Vorteige den Kleber vom Dinkel schwächen und arbeite deswegen lieber mit festen Vorteigen und Sauerteigen. Einfacher finde ich die flüssigen Varianten schon und würde sie auch gerne verwenden, man braucht sie nur verrühren das ist toll, aber im Endeffekt sind sie für das Gluten nicht zuträglich.
      Liebe Grüße
      Johanna

      1. Nun reicht mir ja bekanntlicherweise selten ein Brot und dann stieg ich nach dem No-Knead Sesam noch auf dieses hier. Leider hatte ich nicht die ganze Menge Leinsamen da also kam noch 10g Buchweizen ins Brühstück. Mir gefällt das Brot sehr gut. Falten war für mich echt easy denn ich musste GAR NICHT, grins! Ich hab nämlich ein Gärkörbchen in Dreiecksform. Super Sache. Der Geschmack ist prima. Hefe hatte ich j3dch frische und hab nochmal ein bißchen weniger genommen. Kann dad Rezept nur empfehlen

        1. Liebe Ela,
          Buchweizen klingt auch interessant, war sicher sehr lecker.
          Ein Gärkörchen in Dreieckform habe ich auch, hab es nur noch nie benutzt. 😁 Ich war versucht es für dieses Rezept zu nutzen, aber es ging beim Synchronbacken auch darum diese Form zu machen, deshalb habe ich es dann doch gefaltet. 🙂 Das ist natürlich keine Pflicht.
          Ich habe übrigens auch, so wie es da steht, Frischhefe benutzt.
          Liebe Grüße
          Johanna

    1. Liebe Désirée,
      ich danke dir für dein Lob. Es freut mich sehr, dass es dir so gut gefällt. 🙂
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Dagmar,
      ich danke dir und freue mich sehr. 🙂
      Die Krume war leider gar nicht sooo fluffig wie ich es bei allen anderen gesehen habe. Meine Hefe war scheinbar nicht richtig fit.
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Bettina,
      danke dir, ich freue mich. 🙂
      Da ich mit nicht Weizen backe betrifft meine Erfahrung nur Dinkel. Ich gehe aber davon aus, dass dies auch nur bei Dinkel der Fall ist, da das Glutengerüst von Dinkel eher schwach ist. Er hat zwar mehr Gluten als Weizen, aber der Kleber ist schwach. Deshalb stärke ich ihn so gut wie es geht und vermeide Dinge, die ihn schwächen. So kann ich mit Dinkel pur sogar großporige, luftige Krumen backen. 🙂
      Liebe Grüße
      Johanna

  1. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Jetzt wird mir einiges klar… Habe mich schon öfters gefragt, warum meine Backwaren aus Dinkel nicht so wurden wie aus Weizen… Obwohl es oft heißt, dass Dinkel die gleichen Backeigenschaften hat 😀

    Liebe Grüße, Bettina

    1. Ich weiß nicht wer sowas immer behauptet, aber Dinkel hat absolut nicht die gleichen Backeigenschaften wie Weizen. In einschlägigen Büchern ist dies nachzulesen. Bei modernen Dinkelsorten wird versucht durch Weizeneinkreuzung die Backeigenschaften zu verbessern. Daher backe ich mit Urdinkel. Dinkel hat zusätzlich zu seinem schwachen Kleber nicht so eine hohe Wasseraufnahme wie Weizen und backt schneller trocken, weswegen man nie die Hydration verringern sollte. Man sollte eher versuchen das überschüssige Wasser, durch Koch-, Brüh- und Quellstücke im Teig unterzubringen um saftige Backwaren zu erzeugen. 🙂
      Liebe Grüße
      Johanna

        1. Sehr gern liebe Bettina. Genauer hinschauen sollte man sowieso immer im Leben. 🙂
          Wichtig ist lesen, lesen und noch mehr lesen. Gute Lektüre. Ausprobieren und Erfahrung sammeln. Dann kommt es von ganz alleine. 🙂
          Liebe Grüße und happy bakimg,
          Johanna

  2. Dein Brot sieht toll aus.Zum anbeissen gut.
    Mit was kann ich den frisch gemahlenen Dinkel ersetzen?
    Liebe Grüße
    Daniella

    1. Liebe Daniella,
      danke dir, das freut mich sehr.
      Frisch gemahlener Dinkel ist dasselbe wie Dinkelvollkorn, nur selbst gemahlen.
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Sandra,
      ich danke dir und freue mich sehr über dein tolles Lob. 😍
      Da habt ihr aber auch ein schönes Rezept ausgesucht. Jetzt bin ich schon sehr gespannt was ihr für den Februar aussucht.
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Manuela,
      danke dir für deinen lieben Kommentar. 🙂
      Ja ich bin beim Formen immer etwas perfektionistisch veranlagt. 😁
      Liebe Grüße
      Johanna

    1. Liebe Julia,
      danke dir, das freut mich. 😍 Und es schmeckt sogar noch viel besser als es aussieht.
      Liebe Grüße
      Johanna

  3. So lecker!
    Gerade eben wieder frisch gebacken. Gehört hier zu unseren Lieblingsbroten. Diesesmal habe ich noch zusätzlich etwas Leinmehl dazu. Bin gespannt.

    Vielen Dank für deine vielen tollen Rezepte. Schon einige nachgebacken – bis jetzt ist immer alles gelungen und war einfach nur suuuuperlecker!!!

    1. Liebe Sandra,
      danke dir für dein tolles Feedback. Das freut mich sehr. 😊
      Mit Leinmehl sicher auch sehr toll.
      Hab noch einen schönen Sonntag.
      Liebe Grüße
      Johanna

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