Papas arrugadas con mojo rojo y verde - vegan

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Ungewöhnliches geschieht im Dinkelliebe Blog, ich habe euch heute das erste Kochrezept mitgebracht. Gewöhnt euch nicht daran, das wird jetzt nicht oft der Fall sein, aber ab und an wird es mal vorkommen. Das Backen ist und bleibt meine Leidenschaft, kochen kann ich zwar auch sehr gut, aber ich tue es nur, weil es hier sonst keiner macht, wir aber frisch und lecker essen möchten. *lach* Den Anfang machen Papas arrugadas con mojo rojo y verde. Das sind kanarische Runzelkartoffeln mit einer feinen Salzkruste und mit roter und grüner Sauce. Soooo lecker, sag ich euch. Ich weiß gar nicht, ob ich das großartig kochen nennen darf, denn es werden nur die Kartoffeln gekocht, die Saucen werden aus frischen Zutaten zusammen gemixt.

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Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf und Wilma von Pane-Bistecca haben zum Blogevent "Heim- und Fernweh- Küche" eingeladen. Da Sascha und ich Spanien und ganz besonders Fuerteventura lieben, sind mir natürlich zum Thema Fernweh sofort die leckeren Papas arrugadas con mojo rojo y verde eingefallen.

Auf den Kanaren gehören die Papas arrugadas zu den Grundnahrungsmitteln. Sie werden mit den beiden typisch kanarischen Saucen Mojo rojo und Mojo verde serviert und bilden ein eigenständiges Gericht, aber auch als Beilage zu den verschiedensten kanarischen Gerichten werden sie gerne gereicht.

Für dieses Gericht gibt es auf den Kanaren spezielle Kartoffelsorten. Hierzulande greift man am besten auf kleine, mehligkochende Kartoffeln zurück. Durch das Meersalz im Wasser und das Trocknen nach dem Kochen, schmecken die Papas arrugadas ganz anders als unsere heimischen Pellkartoffeln. Beim Salz muss man seine eigene Lieblingsmenge herausfinden. Ich habe Angaben von 2–3 Esslöffeln bis zu einem Viertel des Kartoffelgewichts gefunden und beides versucht. Das salzigere hat uns besser geschmeckt.

Die Kartoffeln werden also, je nach Größe, in dem Salzwasser etwa 20–25 Minuten bei gekipptem Topfdeckel gegart. Dann schüttet man das Wasser ab und stellt den Topf zum Trocknen der Kartoffeln, für 20–30 Minuten bei kleiner Hitze, zurück auf die Platte. Die Kartoffeln sollen nur trocknen, nicht braten. Während dem Trocknen bildet sich auf den Kartoffeln eine leichte Salzkruste und sie bekommen ihr typisch runzliges Aussehen.

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Während man die Kartoffeln kocht und trocknet, kann man die Zeit nutzen, um die Mojos herzustellen. Im Standmixer oder im Thermomix sind sie innerhalb von Sekunden zusammengemixt. Man kann sie aber auch schon früher fertigstellen und im Kühlschrank durchziehen lassen. Bei den Mojos ist jedes Rezept, das man findet, irgendwie ähnlich, aber doch anders. Jede kanarische Familie hat ihre eigene Rezeptur. Was immer gleich ist, ist die Knolle Knoblauch. Eine ganze Knolle, ohje! Wir sollen wegen Corona aktuell zwar auf Abstand gehen, aber das ist selbst dann zu viel des Guten. Ich habe mich für eine Zehe Knoblauch entschieden und wir fanden es absolut ausreichend. Dann gibt es Rezepte, da kommt frische Paprika in die Mojos, und welche ohne. Ich habe mich dafür entschieden und fand es super. Die Mojo verde kann man mit einem Bund Petersilie, oder einem Bund Koriander oder mit je einem halben Bund machen. Da ich einer der Menschen bin, denen aufgrund der Genetik Koriander seifig schmeckt, habe ich mich für die Variante nur mit glatter Petersilie entschieden. Ich liebe glatte Petersilie! In die Mojo verde kommt keine Chili, sie bleibt mild. In die Mojo rojo kommen bei den meisten Rezepten zwei rote Chilis rein. Ich habe mich für nur eine Chili entschieden, und für uns war es genauso richtig. Schön peppig scharf, aber nicht zu sehr. Das ist ja das Schöne am Selbermachen, man kann alles seinem eigenen Geschmack anpassen.

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Wir lieben die Papas arrugadas mit mojo rojo und verde im Urlaub sehr, aber jetzt, da ich sie zuhause ganz an unseren Geschmack angepasst selbst machen kann, finde ich sie nochmal so lecker. Und man kann sich damit ein bisschen Urlaubsfeeling auf den Balkon zaubern. Nun, da man sich den Sommerurlaub am Meer dieses Jahr wohl abschminken kann, ist so ein kleines Stück Urlaub auf Balkonien ja gar nicht verkehrt. Spanische Deko und spanische Musik dazu und die Stimmung ist PERFEKT!

Wie ihr wisst, backe und koche ich nur für mich und Sascha, also für zwei. Wir essen allerdings immer drei Portionen, Sascha zwei und ich eine. Bei diesem Rezept hier habe ich allerdings die Saucen bei vier Portionen belassen, da es sonst zu krummen Angaben, wie zum Beispiel einer Dreiviertel Paprika, gekommen wäre. Wir hatten deswegen etwas von beiden Mojos übrig. Tja, was macht man mit solchen Resten, die nicht noch einmal reichen? Da ich nichts wegwerfe und alles verbrauche, habe ich die Saucen jeweils mit etwas veganem Quark und veganem Joghurt verrührt, noch einmal nachgewürzt und dazu nochmals Papas arrugadas gekocht. Auch diese Variante kann ich euch nur dringend ans Herz legen, das ist richtig lecker. Und durch das Strecken mit Joghurt und Quark sind die Saucen dann auch gleich viel figurfreundlicher. Da wir dann von der grünen Sauce immernoch etwas über hatten, habe ich am nächsten Tag noch Olivenöl und veganen Parmesan untergerührt, Nudeln gekocht und alles miteinander vermengt. Das war auch sehr lecker, und dann war endlich alles alle. *lach* Wir haben also 3 Tage lang von den Saucen gegessen, immer anders und immer wieder lecker. Sie sind sehr variabel, probiert das unbedingt aus.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit meiner Variante der Papas arrugadas con mojo rojo y verde. Ich warte dann mal wieder gespannt auf Zorras Zusammenfassung aller eingereichter Beiträge zum Thema Heim- und Fernweh- Küche. Da ist bestimmt wieder jede Menge Köstliches zusammengekommen. Ich hätte ja auch noch ein schönes Heimweh-Rezept gehabt, habe es aber leider nicht mehr geschafft. Diesen Beitrag hier habe ich auch mal wieder erst auf den letzten Metern des Events in die Runde geworfen. *grins*

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Zutaten für 4 Portionen Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas
1.000 g kleine Kartoffeln
grobes Meersalz, je nach Geschmack 2-3 EL bis maximal ein Viertel des Kartoffelgewichts

Mojo Rojo
1 rote Paprika
1 mittelgroße Tomate
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
50 g Olivenöl
20 g Weißweinessig
20 g Paniermehl ich habe selbstgemachtes aus selbstgebackenem Vollkornbrot genommen
1 TL Meersalz
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Paprikapulver, edelsüß

Mojo Verde
1 grüne Paprika
½ Bund frische, glatte Petersilie
½ Bund frischer Koriander alternativ weitere Petersilie, ich mache die Mojo Verde nur mit Petersilie
1 Knoblauchzehe
100 g Olivenöl
20 g Limettensaft
20 g Paniermehl ich habe selbstgemachtes aus selbstgebackenem Vollkornbrot genommen
5 g Agavendicksaft oder Ahornsirup
1 TL Salz
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
½ TL Pfeffer aus der Mühle ich nehme bunten Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln waschen und in einen Topf geben. Bis zur Hälfte mit Wasser bedecken und das Salz darüber streuen. Das Wasser zum kochen bringen und die Kartoffeln mit gekipptem Topfdeckel bei mittlerer Hitze je nach Größe 20-25 min garen.

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Nach der Garzeit das Wasser abschütten. Die Kartoffeln zurück auf die Platte stellen und auf niedriger Stufe etwa 20-30 min trocknen lassen. Sie sollen dabei nicht braten. Durch das Trocknen entsteht die runzlige Optik und die Salzkruste.

Während die Kartoffeln garen kann man die Saucen herstellen. Man kann die Saucen aber auch schon früher machen und im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für die Mojos jeweils alle Zutaten in einen Standmixer geben und gut durchmixen bis es eine sämige Konsistenz hat. Thermomix 20 Sek / Stufe 8.

Die Mojos in kleinen Tapas Schälchen* anrichten und mit den Papas Arrugadas servieren.

Noch mehr köstliche Saucen und Dips findet ihr hier.

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Papas arrugadas con mojo rojo y verde

Papas arrugadas con mojo rojo y verde

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