Leute Leute, heute hab ich No Knead Orange & Vanilla Beignets für euch, nach den Dingern werdet ihr euch die Finger schlecken! Sowas von gut, aber wirklich!



Am vergangenen Wochenende war es wieder mal soweit und Zorra vom Kochtopf und Sandra von From-Snuggs-Kitchen haben dazu aufgerufen synchron zu backen. Beignets nach King Arthur sollten es werden. Bei...what? Ja genauso hab ich auch geguckt beim Lesen. Ich habe davon vorher noch nie etwas gehört oder gelesen.
Nach kleiner Recherche weiß ich nun, dass Beignet der internationale Oberbegriff für Fettgebäck ist. Das können ganz einfache Krapfen oder Teilchen mit Obst-, Fleisch- oder Gemüsefüllung oder ganz ohne Füllung sein. Die Beignets von King Arthur sind ganz ähnlich unserem Schmalzgebäck, das ihr vielleicht auch unter Schmalzkuchen, Mutzen, Kräppelchen oder Fasnachtsküchle (Fasnetskiachla) kennt.
Soweit so gut, aber frittieren wollte ich nicht. Zum Glück durften wir sie auch backen. Ich habe nämlich gar keine Fritteuse und mag auch nicht tagelang diesen Fettgeruch in der Wohnung haben.
Bisher vertrete ich eigentlich die Meinung, dass Fettgebäck im Ofen niemals so gut werden kann wie frittiert, aber hey diese No Knead Beignets sind so so gut! Ja sicher sind sie anders als im heißen Fett gebacken, aber nicht minder lecker!
Bei mir sind es kleine handliche Hefeteigteilchen mit Orangenschale und Vanille im Teig geworden. Richtig luftig, fluffig und weich, mit feinem Butteraroma. Denn so ganz trocken und ohne Fett wollte ich sie dann auch nicht backen und habe sie vor und nach dem Backen mit geschmolzener Butter eingepinselt.
Ansonsten habe ich wie immer ein paar Kleinigkeiten am Rezept geändert und angepasst. Natürlich habe ich Dinkelmehl genommen, habe das Rezept auf 500 g Mehl hochgerechnet und die anderen Zutaten angepasst. Ich habe die TA etwas erhöht, damit der Dinkel nicht trocken backt, und zum Binden des überschüssigen Wassers Flohsamenschalen zugegeben. Statt Trockenhefe habe ich Frischhhefe genommen, die Hefemenge reduziert und dafür etwas länger anspringen lassen. Außerdem habe ich wie immer etwas Vitamin C in Form von Saft eingebaut um das Glutengerüst des Dinkels zu stärken. Eine kleine Stückgare habe ich auch noch eingebaut, aber ich glaub das wars dann jetzt auch an Änderungen.
Gebacken habe ich meine No Knead Beignets hälftig im Backofen und hälftig im Airfryer. Ich wollte einfach beide Varianten testen und euch zur Verfügung stellen. Ich finde aber es macht am Ende geschmacklich keinen Unterschied beim Ergebnis und den Airfryer fand ich aufwändiger, weil immer nur wenige Stücke reinpassen und man mehrere Fuhren backen muss. Optisch werden sie im Backofen gleichmäßiger und von unten glatt, im Airfryer werden sie etwas "beuliger" ähnlich wie im Fett. Falls ihr sie lieber frittieren wollt, schreibe ich euch unten die Original Anleitung von King Arthur dazu.
Wir haben sie über zwei Tage verteilt gegessen und wie es bei Hefegebäck so ist, waren sie am zweiten Tag recht fest. Das ist aber gar kein Problem, Hefegebäck kann man immer am nächsten Tag kurz in die Mikrowelle werfen und schon ist es wieder wunderbar fluffig. Die No Knead Beignets habe ich diesmal aber in den Airfryer gegeben und kurz aufgebacken, das funktioniert auch sehr gut. So waren sie wieder wunderbar lecker. Nochmal neu Puderzucker drauf, diesmal mit gemahlener Vanille und meine selbstgemachte 3 Beeren Marmelade als Dip dazu gereicht. OMG! So. Gut. Meine Marmelade war etwas dünn geworden und deshalb perfekt zum dippen, wenn ihr das auch machen wollt und eure Marmelade etwas fest ist könnt ihr sie mit einem Schlückchen Wasser glatt rühren.
Danke liebe Zorra und Sandra für diese tolle Idee. Es hat mir wieder riesigen Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich auf das nächste Synchronbacken im März und bin sehr gespannt was ihr da wieder Schönes raussucht.
Nun habe ich aber genug geschwärmt, hier ist das Rezept für meine No Knead Orange & Vanilla Beignets.
Eure Johanna


Zutaten für 35 Beignets
Hauptteig
500 g Dinkelmehl 630
50 g Rohrohrzucker
10 g Salz
4 g Flohsamenschalen
1 gestr. TL gemahlene Vanille
Abrieb von 1 unbehandelten Orange
175 g Wasser
115 g Milch
20 g Orangensaft
30 g Butter, geschmolzen aber nicht heiß!
1 Ei
7,5 g Frischhefe
Außerdem
80 g geschmolzene Butter
Puderzucker zum Bestäuben
Für den Teig zuerst die Hefe in die Milch geben und darin auflösen.
Nun die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen, dann die feuchten Zutaten dazu geben und alles miteinander vermischen bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Ich nehme dafür gerne einen Kochlöffelstiel oder einfach meine Hand.
Den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel mit Deckel geben. 90 min bei 21 Grad anspringen lassen und dabei alle 30 min dehnen und falten. Danach für 10-12 Std in den Kühlschrank zur Gare stellen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben und 35x25 cm groß ausrollen. In 5 cm große Quadrate teilen.
Die Teilchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und abgedeckt etwa 30 min bei 21 Grad zur Gare stellen.
Währenddessen den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Teiglinge mit einem Pinsel vom Mehl befreien und mit geschmolzener Butter bestreichen.
Im Ofen auf mittlerer Schiene für 10 min backen, danach noch 1 min Heißluft zuschalten bis sie schön goldbraun sind.

Sofort nach dem Backen noch einmal mit der geschmolzenen Butter bestreichen.
Auf einem Abkühlgitter abkühlen lassen.
Wenn die Beignets etwas abgekühlt sind kräftig mit Puderzucker bestäuben und servieren.
Für den Teig zuerst die Hefe in die Milch geben und darin auflösen.
Nun die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen, dann die feuchten Zutaten dazu geben und alles miteinander vermischen bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Ich nehme dafür gerne einen Kochlöffelstiel oder einfach meine Hand.
Den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel mit Deckel geben. 90 min bei 21 Grad anspringen lassen und dabei alle 30 min dehnen und falten. Danach für 10-12 Std in den Kühlschrank zur Gare stellen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben und 35x25 cm groß ausrollen. In 5 cm große Quadrate teilen.
Die Teilchen mit etwas Abstand auf kleine Backpapierstücke passend für den Airfryer setzen und abgedeckt etwa 30 min bei 21 Grad zur Gare stellen.
Den Airfryer 5 min auf 200 Grad vorheizen.

Die Teiglinge mit einem Pinsel vom Mehl befreien und mit geschmolzener Butter bestreichen.
Die Backpapierchen in den Airfryer bugsieren und 6 min backen.

Sofort nach dem Backen noch einmal mit der geschmolzenen Butter bestreichen.
Auf einem Abkühlgitter abkühlen lassen.
Wenn die Beignets etwas abgekühlt sind kräftig mit Puderzucker bestäuben und servieren.
Ihr wollt lieber frittieren? Dann habe ich hier noch die Angaben aus dem Originalrezept für euch, ich habe es aber selbst nicht ausprobiert.
Für den Teig zuerst die Hefe in die Milch geben und darin auflösen.
Nun die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen, dann die feuchten Zutaten dazu geben und alles miteinander vermischen bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Ich nehme dafür gerne einen Kochlöffelstiel oder einfach meine Hand.
Den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel mit Deckel geben. 90 min bei 21 Grad anspringen lassen und dabei alle 30 min dehnen und falten. Danach für 10-12 Std in den Kühlschrank zur Gare stellen.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben und 35x25 cm groß ausrollen. In 5 cm große Quadrate teilen.
Die Teilchen abgedeckt etwa 30 min bei 21 Grad zur Gare stellen.
Öl in eine Pfanne oder Fritteuse geben. In der Pfanne sollte das Öl mindestens 2 cm hoch sein.
Das Öl auf 180 Grad erhitzen. 5 bis 6 Teiglinge in das heiße Öl geben, die Teiglinge sinken dabei auf den Boden. Nach 5 sek schwimmen sie nach oben.
Die Beignets 1 min frittieren, dann mit einer Zange wenden und nochmals 1 min frittieren, bis sie schön aufgegangen und ringsherum goldbraun sind.
Beignets mit einer Zange oder Lochkelle aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier zum Abtropfen legen. Das ganze wiederholen bis alle Beignets frittiert sind.
Auf einem Abkühlgitter abkühlen lassen.
Wenn die Beignets etwas abgekühlt sind kräftig mit Puderzucker bestäuben und servieren.
Ich liebe Hefegebäck sehr, ihr vielleicht auch?! Deshalb gibt es schon einige Rezepte für Hefegebäck im Blog, die ihr in dieser Übersicht finden könnt.
Hast du mein Rezept ausprobiert?
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Schaut unbedingt auch mal bei den anderen Teilnehmern vorbei, es sind richtig tolle Rezepte entstanden:
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